Dispo-Rechner

Was kostet es, wenn ich mein Girokonto überziehe? Wie viele Zinsen zahle ich für meinen Dispo bei einem bestimmten Betrag in einem festgelegten Zeitraum? Dies können Sie mit dem folgenden Rechner kostenlos, online und völlig anonym ermitteln. Tipp: Nutzen Sie auch unseren Vergleich für Dispozinsen verschiedener Banken.

So funktioniert´s

Mit unserem Dispokredit Rechner können Sie die Höhe der anfallenden Kosten einer Kontoüberziehung für einen bestimmten Zeitraum ermitteln. Die Nutzung ist kostenfrei, und ohne die Eingabe persönlicher Daten möglich. Für die Berechnung wird der entsprechende Betrag sowie der Zinssatz benötigt. Zur weiteren Erläuterung fahren Sie bitte mit dem Mousezeiger über das Fragezeichen in der Spalte ganz links. Wo finde ich meinen eigenen Dispozins?

Bitte Felder ausfüllen
Wie hoch ist der Betrag, mit dem Sie im Minus stehen?
Kontoüberziehung Betrag:
Bis zu welchem Betrag erlaubt Ihnen die Bank Ihr Konto zu überziehen?
Dispokredit Höhe:
Wie viele Zinsen in Prozent verlangt Ihre Bank für die Nutzung des Dispokredit?
Zinssatz für Dispo:
% p.a.
Sie haben Ihren Dispo überzogen. Für diesen Betrag werden noch höhere Zinsen berechnet, meist etwa 5 Prozent über dem Dispozins.
Zinssatz für geduldete Überziehung:
% p.a.
Geben Sie bitte die Anzahl der Tage der Kontoüberziehung in den Rechner ein.
Dauer der Überziehung in Tagen:
Tage
Zinsen berechnen
Ergebnis
Sie zahlen:

Warum ein Dispo-Rechner?

Die Kosten für die Nutzung eines Girokontos können über das Jahr verteilt schon mal einige Hundert Euro betragen. Das gilt spätestens seitdem die Banken unter den Niedrigzinsen „leiden“, und an der Kostenschraube drehen. So sind seit einiger Zeit die ungeliebten Kontoführungsgebühren wieder im Kommen. Auch eine Kreditkarte kann bei häufiger Nutzung ins Geld gehen. Den grössten Kostenfaktor bei einem Girokonto stellt jedoch der Dispokredit dar. Dieser gehört nicht umsonst zu den wichtigsten Einnahmequellen einer Bank. Den Disporechner haben wir entwickelt,

  • um Ihnen als Verbraucher ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie viel eine Überziehung auf dem Girokonto wirklich kostet.
  • damit Sie die Höhe der anfallenden Zinsen ohne hohen Zeitaufwand ermitteln können.

Wie hoch sind Zinsen beim Dispo?

Die Höhe der Zinsen ist von Bank zu Bank verschieden. Einige Banken begnügen sich mit 7 Prozent. Andere Kreditinstitute bitten Ihre Kunden mit zweistelligen Zinssätzen zur Kasse, siehe Übersicht zu Dispozinsen verschiedener Banken. Gerade kleine Sparkassen und Volksbanken auf dem Land schlagen beim Dispokredit richtig zu. Der durchschnittliche bundesweite Dispozins betrug im Jahr 2017 10,2 Prozent. Hierbei handelt es sich um den Sollzins. Beim Überziehungszins werden nochmal ca. 5 Prozentpunkte mehr fällig. Siehe Erläuterung der Zinssätze und Unterschiede. Die Zinssätze sind variabel. Das bedeutet: die Bank kann sie jederzeit ändern.

Wie viel kostet mein Dispokredit?

Am einfachsten finden Sie dies heraus, indem Sie einen Blick in den Kontoauszug Ihres Girokontos werfen. Die Abrechnung der Kosten erfolgt mit dem so genannten Rechnungsabschluss viermal im Jahr zum Endes eines Quartals. Suchen Sie sich also den Kontoauszug entweder vom 01.01, dem 01.04, dem 01.07, dem 01.10 des aktuellen Jahres heraus. Sie finden dort den aktuellen Zinssatz. Falls Sie den Dispokredit in dem Zeitraum genutzt haben, stehen dort auch die angefallenen Zinsen.

Dispozinsen berechnen – so geht´s

Der Zinssatz bei einem Kredit bezieht sich immer auf ein komplettes Jahr. Eine Angabe mit z.B. 7,9 Prozent effektiver Jahreszins bedeutet Folgendes: Wenn Sie Ihr Girokonto über ein gesamtes Jahr mit durchschnittlich mit 1.000 Euro überziehen, zahlen Sie 79 Euro Zinsen. Für ein halbes Jahr würden beim gleichen Zinssatz somit 39,50 Euro anfallen. Die Kosten für einen Dispokredit werden jedoch niemals für ein komplettes Jahr abgerechnet, sondern immer nur für die tatsächliche Nutzungsdauer. Überziehen Sie Ihr Konto lediglich für drei Tage im Jahr, fallen auch tatsächlich nur für diese drei Tage Zinsen an. Mit unserem Dispozinsen Rechner können Sie die anfallenden Kosten mit unterschiedlichen Kreditsummen, Zinssätzen und Zeiträumen beliebig austesten.

Unterschied Soll- und Überziehungszins

Beim Dispokredit werden zwei Zinssätze unterschieden. Für Verfügungen innerhalb des eingeräumten Kreditrahmens berechnet die Bank so genannte Sollzinsen. Überziehungszinsen werden hingegen dann fällig, wenn Sie das eingeräumte Limit durch weitere „inoffizielle“ Überziehungen überschreiten. Letztere liegen meist 5 Prozentpunkte über den Sollzinsen.

Die Bank räumt Ihnen auf Ihrem Girokonto einen Dispokredit in Höhe von 1.000 Euro ein. Sie überziehen Ihr Konto jedoch mit 1.200 Euro. Bis zum Betrag von 1.000 Euro wird der normale Sollzins berechnet. Für die zusätzlichen 200 Euro fällt der höhere Überziehungszins an.

Zinsen sparen – wie geht das?

Wer sich die hohen Zinsen sparen möchte, sollte komplett auf die Nutzung des Dispokredit verzichten. Doch dies ist in der Praxis sicherlich nicht immer möglich. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, mit denen Sie zumindest einen Teil der Kosten vermeiden können.

Dauer der Nutzung beschränken

Der Dispokredit ist grundsätzlich für eine kurze Nutzungsdauer konzipiert. Das heisst konkret: für einige Tage oder wenige Wochen. Versuchen Sie daher die Kontoüberziehung spätestens mit dem nächsten Gehaltseingang wieder auszugleichen. Nutzen Sie den Dispo keinesfalls als Dauerkredit. Für diese Zwecke gibt es günstigere Alternativen.

Konto wechseln

Die Höhe des Dispozins kann je nach Girokonto und Anbieter recht unterschiedlich ausfallen. Überziehen Sie Ihr Girokonto regelmäßig, ist ein Dispokredit mit möglichst niedrigen Zinsen sinnvoll. In einigen Fällen lohnt es sich, die kontoführende Bank zu wechseln.

Alternativen nutzen

Wer gerade einen finanziellen Engpass hat, muss nicht zwingend auf den Dispokredit zurückgreifen. Je nach Art der Ausgabe die man tätigen möchte, sind möglicherweise Alternativen besser geeignet.

  • 1. Abrufkredit / Rahmenkredit: Dieser funktioniert im Prinzip wie der gewohnte Dispokredit auf dem Girokonto. Sie müssen also nicht auf die gewohnte Flexibilität bezüglich Nutzung und Rückzahlung verzichten. Der große Vorteil: die Zinsen sind nur halb so hoch. Der flexible Kreditrahmen wird meist von Direktbanken angeboten. Den günstigsten Anbieter finden Sie in unserem Rahmenkredit-Vergleich.
  • 2. Ratenkredit: Anstelle der Nutzung einer Kreditlinie zahlen Sie das geliehene Geld in festen monatlichen Raten zurück. Die Nutzung ist demnach zwar nicht so flexibel wie beim Dispo- oder Rahmenkredit. Die Vorteile eines Ratenkredit liegen jedoch in der planmäßigen und regelmäßigen Rückzahlung. Auch die Zinsen sind wesentlich niedriger als beim Dispo. Vorsicht: bei durchschnittlicher Bonität des Antragstellers verlangen viele Banken auch beim Ratenkredit Zinssätze in Höhe von 8 oder 10 Prozent. Den günstigsten Anbieter finden Sie in unserem Ratenkredit-Vergleich.
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