Dispokredit ohne Zinsen: Bei diesen Banken ist die Überziehung zinsfrei

Wo gibt es einen Dispokredit ohne ZinsenMit Zinsen auf Sparguthaben geizen, aber 10 Prozent für den Dispo verlangen? Das ist bei den meisten Banken auch heute noch an der Tagesordnung. Doch einige Geldhäuser überraschen mit neuen Kontomodellen, bei denen der Dispozins einfach abgeschafft wird. Wo eine kostenlose Überziehung möglich ist, und welche Bedingungen gelten.


Übersicht: Bei diesen Banken ist der Dispo zinslos

Wir konnten auf dem deutschen Markt immerhin 2 Anbieter ermitteln, bei denen man das Konto ohne die Zahlung von Zinsen überziehen kann. Im Gegenzug verlangt die Bank eine feste monatliche Pauschale.

Geldinstitut
Konditionen
Mehr Infos

Skatbank

Logo der deutschen Skatbank

Konditionen
  • Dispo: 0% bis 2.500 Euro
  • Kontoführung: 7,50 Euro pro Monat
  • sonstige Kosten: keine (Pauschale)
Mehr Infos

GLS-Bank

Logo der GLS-Bank

Konditionen
  • Dispo: 0% bis 10.000 Euro, höhere Beträge 7,31%
  • Kontoführung: 8,80 Euro pro Monat
  • Sonstiges: Kreditkarte: 30 Euro, Girocard 15 Euro / Jahr
Mehr Infos

2 Alternativen die Sie kennen sollten

Die Kontoüberziehung bei den folgenden beiden Alternativen ist zwar nicht zinslos. Der günstige Dispozins in Höhe von aktuell nur 6,9% (DKB) bzw. 6,99% (InGDiBa) überzeugt jedoch in Kombination mit den sonstigen Features in einem attraktiven Gesamtpaket.

DKB-Bank

Logo der DKB

Konditionen
  • Dispo: 6,90%
  • Kontoführung: 0 Euro
  • sonstige Kosten: keine
Mehr Infos

InGDiBa

Logo der InGDiBa

Konditionen
  • Dispo: 6,99%
  • Kontoführung: 0 Euro
  • sonstige Kosten: keine
Mehr Infos

Weitere Anbieter gesucht:

Wir würden unsere Liste gerne erweitern: Sie kennen noch ein Girokonto mit 0-Prozent-Dispo? Hinterlassen Sie uns Ihren Vorschlag gerne als Kommentar.

Skatbank

Logo der deutschen SkatbankDie kleine Genossenschaftsbank aus Thüringen war das erste Kreditinstitut Deutschlands, das vor etwa 4 Jahren mit einem Dispo ohne Zinsen überraschte. Wer sein Konto kostenlos überziehen möchte, eröffnet bei der Skatbank das sogenannte Flatkonto. Wie die Bezeichnung „Flat“ schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Komplettpaket ohne zusätzliche Kosten. Einmal im Monat 7,50 Euro zahlen, der Rest ist im Preis drin. Hierfür kann sich der Kunde bis zu 2.500 Euro von der Skatbank leihen, ohne dass Zinsen berechnet werden. Höhere Überziehungen sind allerdings nicht möglich. Das Girokonto wird grundsätzlich online geführt. Buchungen per schriftlichem Beleg wie z.B. normale Überweisungsformulare kosten aber ebenfalls nichts extra. Auch für eine Mastercard wird keine Jahresgebühr fällig. Bedingung für den Dispokredit ist eine positive Schufaabfrage sowie ein monatlicher Geldeingang in Höhe von 1250 Euro pro Monat.

GLS-Bank

Logo der GLS-BankWer einen großzügigeren Kreditrahmen möchte, eröffnet das Privatgirokonto der GLS-Bank. Die größte Alternativbank Deutschlands mit Sitz in Bochum bietet bis zu 10.000 Euro zinsfrei. Vorstandssprecher Thomas Jorberg bemerkt zur Abschaffung der Zinsen: „Die Senkung des Dispozins ist für uns ein logischer Schritt. An den niedrigen Einlagenzinsen zeigt sich, dass kurzfristige Liquidität im Überfluss vorhanden ist, die wir an unsere Kunden weiterreichen können.“ Dass der Verlust durch die wegfallenden Zinsen irgendwie refinanziert werden muss, ist nachvollziehbar. Deswegen kann das Kreditinstitut auch nicht auf Kontoführungsgebühren verzichten. Für das Konto verlangt die GLS-Bank aktuell 3,80 Euro pro Monat. Hinzu kommt der „GLS Beitrag“ in Höhe von 5 Euro, damit die Bank ihre nachhaltigen und ökologischen Ziele verfolgen kann. Die monatlichen Gebühren sind jedoch nicht als Pauschale zu verstehen. Zusätzliche Leistungen kosten extra: Für eine Kreditkarte werden 30 Euro Jahresgebühr fällig, für die normale Girocard immerhin 15 Euro. Online-Buchungen sind inklusive. Wer seine Belege jedoch in Papierform einreichen möchte, sollte auch hier einen Blick in den Gebührenkatalog werfen.

Was ist ein Dispokredit ohne Zinsen?

Wer sein Konto überzieht, zahlt normalerweise eine Gebühr an die Bank, den sogenannten Zins. Die Zinsen werden für den jeweils geliehenen Betrag sowie die exakte Dauer der Überziehung fällig, siehe auch: Was ist ein Dispokredit? Wie teuer die Kontoüberziehung ist, hängt zudem vom Zinssatz der Bank ab. Im Schnitt zahlen deutsche Bankkunden etwa 10 Prozent, wenn ihr Girokonto ins Minus rutscht. Doch einige wenige Anbieter verzichten auf die Berechnung. Fällt das Entgelt für die Überziehung weg, spricht man von einem zinsfreien Dispo.

Für wen lohnt sich ein Girokonto mit kostenlosem Dispo?

Die Antwort auf die Frage ist eine Rechenaufgabe, bei der Kontopauschalen und Dispozinsen gegenüberzustellen sind. Ein solches Girokonto lohnt sich unter den folgenden Voraussetzungen: Die gezahlten Zinsen, welche bei einer anderen Bank mit kostenpflichtigem Dispokredit anfallen würden, übersteigen die monatlichen Pauschalen der Skatbank und der GLS-Bank. Die beiden Konten lohnen sich also für Nutzer, die Ihr Konto regelmäßig überziehen.

Für wen lohnt sich eine der Alternativen?

Gleich das Wichtigste vorweg: die Nutzung des Dispo ist bei den beiden Alternativen kostenpflichtig (DKB 6,90% und InG DiBa 6,99%). Warum wir auch diese Girokonten aufgelistet haben? Wir fanden jeweils das Gesamtpaket attraktiv. Es fallen keine Kontoführungsgebühren an. Zudem bieten die beiden Online-Banken einige nette Features, wie z.B. eine kostenlose Kreditkarte sowie die Möglichkeit gebührenfreier Bargeldabhebungen auch im Ausland. Siehe hierzu auch unsere Beiträge: DKB Geld abheben und Girokonto wechseln. Wer seinen Dispokredit nicht allzu häufig nutzt, sollte auch diese Konten in die engere Wahl ziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.